24 Stunden Pflege fur zwei Personen

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24 Stunden Pflege fur zwei Personen

24 Stunden Pflege in Österreich: Was kostet sie?

    1. Warum variiert der Preis so stark?

    Die Kosten für eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause in Österreich hängen stark davon ab:

    Pflegestufe / Pflegebedarf: Je höher der Pflegebedarf, desto mehr Betreuungskräfte werden nötig – und desto höher sind die Kosten.

    Agentur vs. Einzelvermittlung: Agenturen verlangen Vermittlungsgebühren, Organisation, Versicherung etc.

    Einsatzmodell: Üblich ist ein Turnus von 14–28 Tagen, d.h. es wirken zwei (oder mehr) Personen im Wechsel.

    Zusatzleistungen: Wenn Pflegekräfte pflegerische Aufgaben übernehmen, erhöht das den Tagessatz. Auch Zuschläge für bestimmte Leistungen (Nächte, Intensivpflege) können dazukommen.

    Förderungen & Pflegegeld: Durch staatliche Zuschüsse und das Pflegegeld kann der Eigenanteil deutlich reduziert werden.

    2 Praxisbeispiele: Tages- und Monatskosten

    Hier ein paar ausgewählte Beispiele, wie hoch die Kosten aktuell (Stand 2024/2025) sein können:

    Anbieter Kostenmodell & Beispiel

    Volkshilfe Bei Pflegestufe 0–4: 98 €/Tag (~2.940 €/Monat bei 30 Tagen).
    Einmalige Vermittlungsgebühr: 432 € pro Betreuungskraft.
    Fionitas-Pflege Für Pflegestufen 1–3: 80 €/Tag laut Preisliste (inklusive Sozialversicherung).
    Beispielrechnung: 80 €/Tag × 30,4 Tage = 2.432 €/Monat + Transport/Service – Pflegegeld und Förderung werden abgezogen.
    Pflege-24 Tarif Stufe 3: Beispiel-Kosten nach Abzug von Förderung und Pflegegeld = 50,78 €/Tag (entspricht ~1.523,40 €/Monat) laut deren Berechnung.
    Einmalige Aufnahmegebühr: 595 €.
    ImmerDaheim Für einen 28-Tage-Turnus: zwischen 2.690 € und 2.790 €/Monat, je nach Pflegebedarf.
    M.D. Leichtfried Tagespreise je nach Pflegestufe: z. B. 55 €/Tag bei Stufe 3, 65 €/Tag bei Stufe 5, 75 €/Tag bei Stufe 7.
    Ein Beispiel: bei Stufe 3 → 1.650 €/Monat, nach Pflegegeld & Förderung → tatsächliche Kosten ~ 649 €/Monat laut ihrem Modell.

    3 Finanzielle Unterstützung: Förderung & Pflegegeld

    Ein wichtiger Teil der Finanzierung ist die staatliche Unterstützung:

    Pflegegeld: In Österreich gibt es mehrere Pflegestufen („Stufen“), je nach Pflegebedarf bekommt man unterschiedlich hohe Beträge. Z. B. Pflegestufe 3 = 577 €/Monat, Stufe 4 = 865,10 €/Monat etc.

    Zuschuss zur 24-Stunden-Betreuung: Viele Agenturen bzw. Modelle nutzen einen staatlichen Förderbetrag (z. B. über das Sozialministerium oder SMS), der mehrere hundert Euro pro Monat betragen kann.

    Steuerliche Absetzbarkeit: Ein Teil der Betreuungskosten kann unter Umständen als „außergewöhnliche Belastung“ steuerlich geltend gemacht werden – das hängt von der individuellen Situation ab.

    4 Typischer Eigenanteil

    Nach Abzug von Pflegegeld & Förderung liegt der Eigenanteil in vielen Fällen deutlich unter den Bruttokosten:

    Monatliche Bruttokosten von 2.752 €, nach Abzug von Pflegegeld (Stufe 3) und Zuschuss bleiben ~1.375 € Eigenanteil.

    Beispiel bei Stufe 3: Tatsächliche Kosten ~649 €/Monat.

    Beim Pflege-24-Modell (Stufe 3) nach Abzug: ca. 50,78 €/Tag = ~1.523 €/Monat.

    5 Risiken & zusätzliche Kosten

    Ein paar Stolpersteine, die man nicht vergessen sollte:

      1. Einmalige Vermittlungsgebühren: Viele Agenturen verlangen eine Einstiegs- oder Vermittlungsgebühr.

      1. Transportkosten der Pflegekräfte: Bei langen Anreisen entstehen An- und Abreisekosten.

      1. Zusätzliche Zuschläge: Für Nachtarbeit, Intensivpflege, spezielle pflegerische Tätigkeiten etc. können zusätzliche Tagessätze fällig sein.

      1. Haushaltsgröße: Wenn im Haushalt mehr als eine pflegebedürftige Person lebt, steigen die Tageskosten je nach Modell.

      1. Risikotechnisch: Unsachgemäße Betreuung oder Qualitätsprobleme können auftreten, insbesondere wenn die Agentur nicht seriös ist.|
        Fazit & Empfehlung 

    Realistisch planen: Für eine 24-Stunden-Pflege zu Hause sollten Sie mit Monatskosten von ca. 2.500 € bis 3.500 € brutto rechnen, je nach Agentur, Pflegebedarf und Modell.

    Förderungen nutzen: Das Pflegegeld + staatliche Zuschüsse können den Eigenanteil deutlich reduzieren – unbedingt bei der Agentur bzw. dem Sozialministerium anfragen.

    Angebote vergleichen: Nicht jede Agentur ist gleich — vergleichen Sie Tagessätze, zusätzliche Gebühren, Qualität und das Beratungspaket.

    Vertrag gut prüfen: Achten Sie auf Kündigungsfristen, Rechte & Pflichten, und was im Tagessatz inkludiert ist (Sozialversicherung, Unterkunft, Verpflegung der Pflegekraft …).

    Langfristige Perspektive: Die 24-Stunden-Pflege ist eine flexible Alternative zu Heimplätzen, kann aber auch organisatorisch und finanziell herausfordernd sein

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