Rumänische Pflegekräfte in Österreich – Warum sie so wichtig für die 24-Stunden-Betreuung sind

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Rumänische Pflegekräfte in Österreich – Warum sie so wichtig für die 24-Stunden-Betreuung sind

Die Nachfrage nach 24-Stunden-Betreuung in Österreich steigt seit Jahren. Immer mehr ältere oder pflegebedürftige Menschen möchten zu Hause bleiben, statt in ein Pflegeheim zu ziehen. Damit das möglich ist, braucht es engagierte und qualifizierte Betreuungskräfte – und ein großer Teil davon kommt aus Rumänien. Doch warum gerade rumänische Pflegekräfte? Welche Voraussetzungen bringen sie mit? Und welche Vorteile haben Familien davon?

In diesem Blogartikel beleuchten wir Hintergründe, Alltag, Herausforderungen und Chancen.

Warum kommen so viele Pflegekräfte aus Rumänien?

Rumänien ist seit 2007 EU-Mitglied, was rumänischen Bürgerinnen und Bürgern das Arbeiten in Österreich erleichtert. Viele entscheiden sich für die Tätigkeit als 24-Stunden-Betreuerin oder Betreuer, weil:

-die Verdienstmöglichkeiten höher sind als im Heimatland

-die Nachfrage in Österreich sehr groß ist

-viele bereits Erfahrung im Bereich Betreuung oder Pflege mitbringen

-Familienfreundliche Arbeitsmodelle (Turnusarbeit) möglich sind

-Sprache und Kultur relativ leicht zu erlernen bzw. nahe stehen

Betreuungskräfte arbeiten meist im 14- oder 28-Tage-Turnus und wechseln sich mit einer zweiten Betreuungsperson ab.

Kompetenz & Einfühlungsvermögen: Das Herzstück rumänischer Betreuungskräfte

Viele österreichische Familien schätzen rumänische Betreuerinnen und Betreuer besonders wegen ihrer:

1. Hohe Einsatzbereitschaft

Rumänische Pflegekräfte übernehmen eine Vielzahl an Aufgaben – von der Grundpflege über Haushaltstätigkeiten bis hin zur sozialen Betreuung.

2. Warmherzigkeit und Geduld

In der 24-Stunden-Betreuung ist Nähe, Ruhe und menschliche Wärme entscheidend. Rumänische Kräfte sind für ihre empathische Art bekannt.

3. Erfahrung in der familiären Pflege

In Rumänien ist es traditionell üblich, ältere Angehörige zu Hause zu pflegen – viele bringen daher bereits praktische Erfahrungen mit.

4. Lernbereitschaft

Viele Betreuungskräfte absolvieren Deutschkurse, Weiterbildungen oder Pflegefortbildungen, um ihre Arbeit noch professioneller zu machen.

Wie arbeiten rumänische Pflegekräfte in Österreich?

Die meisten rumänischen Betreuungskräfte arbeiten selbstständig nach österreichischem Gewerberecht (Personenbetreuung). Das bedeutet:

Sie sind bei der Wirtschaftskammer registriert

sie zahlen ihre eigenen Sozialversicherungsbeiträge

sie stellen Honorarnoten aus

sie entscheiden selbst über Turnus, Preis und Leistungen

Oft arbeiten sie über Vermittlungsagenturen, die Organisation, Anreise, Dokumente und Qualitätskontrollen übernehmen. Alternativ gibt es auch direkte Betreuungsverträge ohne Agentur.

Tätigkeitsbereich: Was eine rumänische Betreuungskraft macht

🧡 Pflege und Betreuung

Hilfe beim An- und Auskleiden

Körperpflege

Unterstützung beim Gehen oder bei Transfers

Mobilisierung

Medikamentenerinnerung

🏡 Haushaltsführung

Kochen

Einkaufen

Waschen & Putzen

Organisation des Haushalts

🤝 Soziale Betreuung

Gespräche und Gesellschaft

Begleitung zu Arztterminen

Spaziergänge

Kontakte zu Angehörigen koordinieren

 Zusammenarbeit mit medizinischem Personal

Bei Bedarf arbeiten sie auch mit mobilem Pflegedienst, Ärzten oder Therapeuten zusammen.

Sprache & Kultur: Erfolgsfaktoren im Alltag

Viele rumänische Pflegekräfte sprechen bereits gutes Deutsch oder lernen es im Laufe ihrer Tätigkeit. Selbst mit Grundkenntnissen entstehen in der Regel keine großen Probleme – durch tägliche Interaktion verbessert sich die Kommunikation rasch.

Kulturell bestehen viele Ähnlichkeiten:

Herzlichkeit, familiäre Werte, Respekt gegenüber älteren Menschen – all das erleichtert den Alltag im gemeinsamen Haushalt.

Kosten: Warum rumänische Betreuungskräfte leistbar bleiben

Rumänische Betreuungskräfte sind ein wesentlicher Grund, warum die 24-Stunden-Betreuung in Österreich im europäischen Vergleich leistbar ist. Die Kombination aus:

wettbewerbsfähigen Honoraren

staatlicher Förderung

Turnusarbeit

flexiblen Betreuungsmodellen

macht diese Form der Betreuung für viele Familien zugänglich. Ohne Betreuungskräfte aus Rumänien (aber auch aus der Slowakei, Ungarn, Kroatien etc.) wäre das österreichische Pflegesystem kaum aufrechtzuerhalten.

Vorteile für Familien in Österreich

Individuelle Betreuung zu Hause statt Heimübersiedlung

Mehrsprachigkeit und Verständnis für österreichische Pflegekultur

Flexibilität bei Arbeitszeiten und Betreuungsumfang

Stabile Betreuungsbeziehungen über viele Jahre

Unterstützung in allen Lebensbereichen

Gerade für Menschen mit Demenz, Mobilitätseinschränkungen oder chronischen Erkrankungen bedeutet eine feste Betreuungsperson enorme Stabilität.

Herausforderungen: Was es zu beachten gibt

Auch wenn rumänische Pflegekräfte eine große Entlastung bringen, gibt es Punkte, auf die Familien achten sollten:

klare Erwartungen und Aufgabenbereiche definieren

gute Kommunikation (auch bei sprachlichen Hürden)

faire Bezahlung

ausreichende Pausen und Rückzugsmöglichkeiten

legale Rahmenbedingungen einhalten

Eine gute Agentur oder ein gut vorbereiteter Direktvertrag kann viele dieser Punkte absichern.

Fazit: Rumänische Pflegekräfte sind eine tragende Säule der österreichischen Betreuung

Ohne rumänische Pflegekräfte wäre die 24-Stunden-Betreuung in Österreich in der heutigen Form nicht möglich. Sie leisten wertvolle Arbeit, oft fern von ihrer eigenen Familie. Ihr Engagement, ihre Menschlichkeit und ihre Professionalität tragen wesentlich dazu bei, dass tausende ältere Menschen in Österreich weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben können.

Sie sind mehr als Betreuungskräfte – sie sind Begleiter, Unterstützer, Vertraute und oft schon nach kurzer Zeit ein wichtiger Teil der Familie.

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